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Verbandsmeisterschaften Dressur in Neumarkt
Quelle: Christine Pierach/PNP/Bayern’s Pferde
Landshuter Reiter dominieren Verbands-Championat Dressur
Als „sehr gelungen“, wenn auch nicht frei von Diskussionsstoff, loben etliche Teilnehmer, Zuschauer und Funktionäre die Verbands-Meisterschaften Dressur Ndb./Opf. am 5. bis 7. August bei den Neumarkter PSF. Souveräne Turnierregie führten einmal mehr Jasmine Sanche-Burger, 2006 und 2007 selbst Verbandsmeisterin, und Timo Burger – nicht einmal Dauerregen konnte den wohl organisierten Finaltag durcheinander bringen. Schade aber, und auch wettbewerbsverzerrend, war nicht nur aus Verbandssicht das unentschuldigte Fernbleiben einiger Kadermitglieder, die lieber auf zeitgleichen Turnieren in Österreich starteten. Premiere hatte eine Kür als zweite Wertung in allen drei Altersklassen: Startberechtigt ins Freestyle-Finale waren alle, die in der Quali mindestens 60 Prozent erreicht hatten. Aber genau diese „Austragung des Championats in Kürprüfungen wurde sowohl im Vorfeld, als auch während der Meisterschaften sehr kontrovers diskutiert. Eigentlich so beschlossen auf der letzten Aktivenbesprechung Ndb./Opf., fand dieser Modus bei den Aktiven eher wenig Anklang“, zieht Verbands-Vize Dr. Michael Hubrich kritisch Bilanz. Das Nasswetter verbannte lediglich die Meisterehrung, die sich weder BRFV-Präsident Hans-Peter Schmidt noch Neumarkts OB Thomas Thuman entgehen ließen, in die Halle. Dort hätte sicher so mancher lieber seine Kür geritten, mochten auch zwei Meter Länge gefehlt haben – dieses Manko wiederum hätte schließlich alle Starter gleich betroffen und wäre von den versierten Richtern berücksichtigt worden. Weil aber nicht alle einverstanden waren, stimmten draußen zwar die Bahnmaße, dafür erschwerten nasser Boden und Regen die Vorstellungen. Hubrich: „Auch die schlechten Wetterverhältnisse ließen, trotz der Bemühungen der Veranstalter um ideale Prüfungsbedingungen, keine rechte Stimmung bei den Kürprüfungen aufkommen. Ein Verlegen der Finals in die Halle und die damit verbundene Änderung der Ausschreibung scheiterte am Einspruch zweier Teilnehmerinnen. Für die Zukunft soll der Austragungsmodus der Meisterschaft deshalb nochmals kritisch überdacht werden.“
Zwölf Paare unter den 21 Startern in den Prix St. Georges (Quali zum Kür-Finale) tanzten um den Verbandstitel der Reiter/Senioren vor den Richtern Uta Härlein, Werner Meier und Kay Knoll. Und die Routinierteren tanzten so gleichmäßig, dass gerade mal fünf Zehntel Prozentpunkte das Spitzenquartett unterschieden mit Sieger Ludwig Zierer (Landshut) auf Rolling Stone (66,93 %) vor Ulrike Kick (Weiden) auf Royal Flash (66,84 %), Jessica Haag auf Enrico (66,58 %) und Alexandra Eiband (Tann) auf Mister Deak (66,4 %). In der Quali noch diskret weitere Reserve mit 63,68 %, überzeugten Titelverteidigerin Karin Zeletzki (Landshut) und ihre Carissma unter den zehn Finalisten dann mit einer maßgeschneiderten St. Georgs-Kür (71,1 %). Zierer und sein Rolling Stone holten Kürsilber (68,75 %) vor der drittplatzierten Eiband mit Mister Deak (67,13 %). Für seinen nunmehr neunten Verbandstitel (drei als Junger Reiter, nun nach 1996-1998 sowie 2002 und 2003 der sechste im Erwachsenen-Lager) aber reichte das Ergebnis Ludwig Zierer locker. Zeletzki war für den Vizetitel, Eiband für Verbandsbronze gut.
Unter den Jungen Reitern mit einer M*-Aufgabe und einer M**-Kür, die von den sechs Verbandsteilnehmern wegen zu niedriger Quali-Note oder Verletzungspech allerdings nur sie und Sebastian Hofmann (Pfarrkirchen) aus dem Gepäck holten, war Alexa Sultanow (Landshut) unschlagbar. Sie ritt in der M 6-Quali unter zwölf Paaren mit ihrem Caprimond-Sohn Charisma an die Spitze (67,17 %) und mit Portofina auf Platz 2 (66,58 %), Hofmann rangierte mit Wallander als 2. Reserve (62 %). Harmonisch eingespielt mit ihrem Verlasspferd Portofina, belohnten die Richter Meier, Jürgen Hagenheimer und Knoll die JR-Siegerin mit 72,22 % und den höchsten B-Noten des Tages 7,9 sowie 7,48 und 7,6. Mit 67,47 % schafften Hofmann und Wallander Verbands-Silber. Der Paartanz Sultanows mit Charisma wurde mit 67,15 % bewertet.
Die Junioren qualifizierten sich in einer Trensen-L-Aufgabe sechs der zehn Starter wollten auf den Verbandsthron für die L-Kür auf Kandarenzäumung. Die Quali gewann Theresa Schraufl (Schwarzachtal) auf La Luna (64,14 %) vor Benedikt Hofmann (Pfarrkirchen) auf Florex (63,79 %), Tina Donandt auf Aber du (63,45 %) und Antonia Karl (Kattersdorf) auf Wentino (62,76 %). Das Kattersdorfer Paar aber sahen die Richter in der Kür klar als Sieger (68,82 %) vor Schraufl auf La Luna (67,1 %) und Hofmann auf Florex (65,67 %) – womit zugleich die Reihenfolge für das Verbandspodest feststand. Eingerahmt waren alle Wertungen von Einlauf- sowie Trostprüfungen und drei Dressurpferde-Bewerben Kl. A, L und M. Christine Pierach

Verbandsmeister Dressur 2011 - Junioren
v.l. Theresa Schraufl, Antonia Karl, Benedikt Hofmann, Antonia Gnan, Josina Straub, Julia Gresser

Verbandsmeister Dressur 2011 - Junge Reiter
v.l. Sebastian Hofmann, Alexa Sultanow

Verbandsmeister Dressur 2011 - Reiter/Senioren
v.l. Karin Zeletzki, Ludwig Zierer, Alexandra Eiband
Fotoquelle: Foto Design Mitsch


